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Samstag, 04. Februar 2012

Fördern durch Fordern

Das b.i.b. entspricht mit seinen Bildungsangeboten den Anforderungen der Wirtschaft. Die  konsequent praxisorientierten Aus- und Weiterbildungsangebote  vermitteln auf der Grundlage aktueller Informationstechnologien die erforderliche berufliche Handlungskompetenz im globalen Wettbewerb. Die Studierenden erwerben das notwendige Fach- und Methodenwissen, um selbstständig und qualitätsorientiert zu entscheiden. Als Absolventen sollen sie engagiert und kreativ Verantwortung übernehmen und auch in vernetzten Arbeits- und Organisationsstrukturen verlässlich handeln können.

Dieses Selbstverständnis macht den langfristigen Berufserfolg der Absolventen zum wichtigsten Maßstab für alle Lehr- und Lernprozesse am b.i.b.  Die Studierenden werden mit betrieblichen Aufgabenstellungen konfrontiert, die gleichermaßen fachliche Qualifikationen, Transferwissen, persönliches Engagement und Disziplin fordern. Durch diese Herausforderung verschieben sich die persönlichen Leistungsgrenzen. Denken und Handeln werden zunehmend unternehmerisch geprägt.

Gestützt wird das Bildungskonzept durch geeignete Methoden der Unterrichtsgestaltung: Neben dem systematischen Lernen von Fach- und Methodenwissen im traditionellen Klassenverband verstärken selbstständige Lernprojekte mit eigenverantwortlicher Organisation des Lernprozesses die Neugier und die Problemlösungskompetenz. Anspruchsvolle Lernfortschrittskontrollen mit nachvollziehbaren, differenzierenden Bewertungskriterien dokumentieren den Leistungsstand, ermutigen zu weiterer Anstrengung und geben Hinweise auf noch vorhandene Lücken.

Verkürzend kann als pädagogisches Leitmotto gelten: Fördern durch Fordern. Dieses Motto mit seiner Orientierung auf den langfristigen Berufserfolg  in vernetzten Organisationsstrukturen wendet sich ausdrücklich gegen eine konsumgeprägte Passivhaltung von Studierenden. Es macht deutlich, dass die hohen Anforderungen der Unternehmen an b.i.b.-Absolventen nur erfüllt werden können, wenn den Studierenden entsprechend anspruchsvolle Leistungen abverlangt und mit aussagekräftigen Noten bewertet werden.

Dieses Fördern der Studierenden durch Fordern von Leistung ist auch eine nachhaltige Herausforderung der Lehrenden. Denn es kann nur erfolgreich sein, wenn
  • sie die Lernprozesse mit erkennbarem Engagement im Sinne der b.i.b.-Konzepte gestalten
  • sie mit ihrem eigenen Verhalten die Leistungsorientierung glaubwürdig verkörpern
  • sie als Vorbild wirken
  • Toleranz, Verlässlichkeit, Ordnung und Pünktlichkeit ihre selbstverständlichen Verhaltensmerkmale sind.
Wichtig ist, dass die Dozenten bei allem Engagement und bei aller Belastung ihre Studierenden immer spüren lassen, dass sie sich mit ihrer Arbeit identifizieren und ein wirkliches Interesse an der individuellen Weiterentwicklung jedes Einzelnen haben. Sie müssen deutlich machen, dass das, was sie von sich selbst und von ihren Studierenden fordern, zu allererst der Förderung der ihnen anvertrauten jungen Menschen dient.

Alle Dozenten werden am b.i.b. in jährlichen Zielvereinbarungsgesprächen an den Bildungszielen gemessen und zu einer leistungsorientierten Weiterentwicklung ihres Lehrangebots ermutigt. Ein zielorientiertes Verhalten wird dabei honoriert und durch eine moderne Ausstattung und mit regelmäßigen Weiterbildungen unterstützt. Eine offene und durch Vertrauen geprägte Kommunikation über alle Ebenen verstärkt darüber hinaus die Leistungskultur und macht sie lebendig.
Umsetzung des Konzepts
1. Hohes Unterrichtsniveau
  • verbindliche, aktuelle Stoffpläne
  • anspruchsvolle Unterrichtsmaterialien bzw. Skripten für die Studierenden zur Ergänzung der Lehrveranstaltungen (nicht als Ersatz!)
  • effektiver, gut vorbereiteter Unterricht und Einbezug der Studierenden
  • Abstimmung mit den anderen Fächern
  • gegenseitiger Erfahrungsaustausch durch z. B. Unterrichtsbesuche und gemeinsame Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien – auch niederlassungsübergreifend
2. Hohes Klausuren- und Prüfungsniveau
  • Stichproben durch externe Beiräte und/oder staatliche Aufsicht
  • Sammeln und Austauschen aller Klausuren im IMS
3. Effektive Information und Kommunikation
  • die im QMS festgehaltenen Regeln, Prüfungsabläufe, Haus- u. RZ-Ordnungen laufend an Dozenten (Mitarbeiter, Honorarkräfte) herantragen, zur Einhaltung motivieren
  • Konzepte den Dozenten und Studierenden explizit "verkaufen" mit dem Ziel, die Identifikation zu stärken
  • ständige Kommunikationsmöglichkeit zwischen Studierenden und Dozenten per E-Mail
4. Wertevermittlung an Studierende
  • Behandlung des Themas "Welche Einstellungen, Werte erwarten die Arbeitgeber von unseren Absolventen?" im Fach Kommunikation und Integration in das Curriculum
5. Kontrolle
  • Einhaltung der Maßnahmen „Fördern durch Fordern“ wird Gegenstand der Selbstbewertung in den niederlassungsübergreifenden Audits
  • Stichproben durch die Geschäftsführung