Hannover
Freitag, 30. Juli 2010

Mit dem Zweiten sieht man besser!

Studierende aus Hannover zu Gast beim ZDF
"Wie holen wir die jungen Leute von den Privaten zurück?" Vor dieser Herausforderung organisierte das ZDF an seinem Stammsitz in Mainz einen Workshop zum Thema "Spielerisch ins Fernsehen". Mitarbeiter des ZDF und Kollegenkinder im Teenager-Alter versuchten gemeinsam, spielerisch Lösungen zu dieser Frage zu entwickeln.

Verstärkt wurde die kreative Truppe durch vier Studierende vom b.i.b. International College in Hannover. Gemeinsam mit einem ihrer Dozenten waren die angehenden Computer-Games-Spezialisten angereist - ohne genaue Vorstellungen davon, was sie erwarten würde. Um so größer die Begeisterung am Ende des Wochenendes. "Für mich persönlich eine Bereicherung, weil durch professionelle Arbeit gezeigt wurde, wie man als Gruppe spielerisch Kreativität entfalten kann und gleichzeitig produktive Ergebnisse erzielt", schwärmt Felix Plöger (25). Auch sein Kommilitone Stefan Schwarzien (24) ist beeindruckt vom "spielerischen Ablauf" und von der Chance "mal hinter die Kulissen zu schauen, um zu sehen wie ein Sendekonzept entstehen kann."

Für fachlichen Input war doppelt gesorgt. Stefan Werning, Produktanalyst bei Nintendo, referierte über Games Development und skizzierte mögliche Verbindungen von TV und digitalen Spielen. Auch Teut Weidemann, Unternehmensberater und einer der erfolgreichsten Spielentwickler Deutschlands, widmete sich der Kernfrage. Welche Spielelemente sind auf eine Spielshow im Fernsehen übertragbar?

Für Eike-Daniel Krüger (20) boten beide Impulsreferate "einen starken Anreiz zur Entwicklung und Förderung von Ideen." Und genau die waren nun wieder gefragt! Professionelle Vorbereitung, ständiger Wechsel kreativer Methoden, ein inspirierendes Ambiente und zwei Nachwuchsmoderatorinnen, die ihr Debüt unbedingt mit einem Erfolg krönen wollten, das waren die Zutaten für das ideenreiche Hauptmenü. Am Ende lieferten 10 Teams ihre Konzepte für neue Spielformate ab und kürten gemeinsam die Top 3. Zwei davon unter Beteiligung aus Hannover. Eine schöne Mischung aus Spiel, Spaß und Erfolg, die nicht nur Ferdinand Lange (18) gerne öfter mal erleben würde.